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23.08.2013

Weimer Pharma GmbH soll geschlossen werden - Körber AG plant geordneten Rückzug mit Sozialplan

Nach einer langen und intensiven Prüfungsphase teilt die Körber AG, Hamburg, mit, den Rastatter Pharmalohnhersteller Weimer Pharma GmbH in einem geordneten Prozess schließen zu wollen. Darüber werden nun mit dem Betriebsrat Verhandlungen über den Abschluss eines Interessenausgleichs geführt. Für die von der Schließung des Unternehmens betroffenen 178 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird ein Sozialplan abgeschlossen.

Für einen solchen Schritt gibt es aus Sicht der Körber AG zwei maßgebliche Ursachen. Zum einen war mit dem Kauf des Unternehmens im Jahr 2009 geplant, in den Zukunftsmarkt Patientenindividuelle Arzneimittelversorgung (PAV) einzusteigen. Leider wurden die Rahmenbedingungen für diesen Markt trotz enormer Einsparpotenziale für den Gesundheitssektor sowie einer deutlichen Vereinfachung und erhöhten Sicherheit für Patienten aus politischen Gründen nicht geschaffen. Seit 2009 habe sich die Körber AG mit einem zweistelligen Millionenbetrag bei Weimer Pharma engagiert und damit auch die Verluste seit 2009 übernommen. Trotzdem sei es nicht gelungen, unter den geänderten Bedingungen Weimer Pharma aus der Verlustzone herauszuführen. Zum anderen waren intensive Gespräche mit möglichen Kaufinteressenten nicht erfolgreich.

Im Rahmen einer geordneten Schließung des Unternehmens erfolgt selbstverständlich eine Abstimmung mit Kunden und Zulieferern.