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04.05.2015

Körber-Tochter United Grinding Group AG plant Joint Venture für additive Verfahren mit inspire AG

Klarer Fokus auf Innovation: Am 1. Mai 2015 unterzeichnete die Körber-Tochter United Grinding Group gemeinsam mit der universitätsnahen inspire AG einen Kooperationsvertrag für ein Joint Venture, das auf additive Fertigungsverfahren spezialisiert sein wird. Dazu zählen sowohl unterschiedliche laserbasierte Verfahren als auch 3D-Druck. Das Joint Venture, dass von beiden Partnern gemeinschaftlich geführt wird, entwickelt ein zukunftsweisendes Produktionsverfahren weiter und profitiert dabei weiterhin von aktuellen Forschungsergebnissen. An der inspire AG ist die ETH Zürich maßgeblich beteiligt.

Das Joint Venture mit dem Namen Irpd AG mit Sitz in St. Gallen (Schweiz) konzentriert sich auf die Herstellung von industriellen Metall- oder Kunststoff-Prototypen bis hin zur Fertigung von Kleinserien komplexer Werkstücke. Dabei fokussiert sich das Joint Venture auf innovative Fertigungsverfahren, insbesondere auf Selective Laser Sintering (SLS), Selective Laser Melting (SLM) und 3D-Druck. Durch das Joint Venture erweitert die United Grinding Group aus dem Geschäftsfeld Werkzeugmaschinen des Körber-Konzerns ihre Kompetenzen bei zukunftsweisenden additiven Fertigungsverfahren und laserbasierter Fertigungstechnik.

Die inspire AG bringt Teile seines eigenständigen Kompetenzzentrums inspire IRPD (inspire Institute for Rapid Product Development) in das Joint Venture ein. Für die Fertigung von Kleinserien bekommt das inspire IRPD mit United Grinding einen kompetenten Partner, um Produktionsabläufe weiterzuentwickeln und zu professionalisieren. „Als weltweit führender Anbieter in der Hartfeinbearbeitung sind wir mit unserer Erfahrung in der standardisierten Produktion sowie der kompetenten Kundenansprache ein idealer Partner für inspire IRPD“, bestätigt Stephan Nell, CEO der United Grinding Group AG. „Das Unternehmen verfügt über umfassende Kompetenz in zukunftsweisenden Produktionstechniken, die wir basierend auf unserer Erfahrung in der industriellen Serienproduktion gemeinsam weiterentwickeln wollen.“

„Wir freuen uns, gemeinsam mit inspire IRPD ‑ einem Institut mit hervorragenden technologischen Kompetenzen ‑ unsere Aktivitäten in diesem wichtigen Zukunftsfeld weiter ausbauen zu können“, bestätigt der Vorstandsvorsitzende des Körber-Konzerns, Richard Bauer. „Additive Fertigungsverfahren sind für uns als innovativem Technologiekonzern strategisch von hoher Relevanz.“   Die inspire AG begrüßt die Zusammenarbeit: „Wir sehen in der United Grinding Group den besten Partner, der dem Joint Venture durch seine Erfahrung bei professionellen Produktionsprozessen und seinen internationalen Marktzugang hervorragende Entwicklungschancen eröffnet“, so Dr. Jürg Krebser, Geschäftsführer der inspire AG. „Insbesondere die solide Aufstellung und die langfristige Orientierung haben uns für die Zusammenarbeit begeistert.“

Standort bleibt der Campus des inspire IRPD in St. Gallen, auf dem Gelände der Eidgenössischen Materialprüfanstalt EMPA. Damit sollen unter anderem auch der Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch im Bereich der Materialforschung zwischen den Kompetenzzentren leicht fortgesetzt werden können.

Pressemitteilung vom 4.5.2015 (pdf):