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05.05.2011

Körber-Gruppe mit kräftigem Wachstum

Technologie-Kompetenz soll auf neue Märkte übertragen werden

Die Körber-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2010 deutlich gewachsen. Der internationale Technologie-Konzern steigerte seinen Auftragseingang um 16 Prozent auf 1,75 Mrd. €. Der Umsatz legt um 4 Prozent auf 1,68 Mrd. € zu.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verdoppelte sich nahezu auf 181 Mio. €. Der Konzernjahresüberschuss beträgt 114 Mio. €, die Umsatzrendite liegt bei 8,8 Prozent. Dabei wurden bereits die Effekte des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) verarbeitet, die mit rund 30 Mio. € das Ergebnis belasten. Ohne diesen Einmaleffekt hätte die Umsatzrendite bei 10,8 Prozent gelegen.

Deutlich verbessern konnten sich vor allem die im Vorjahr von der Wirtschaftskrise stark betroffenen Sparten Papier und Werkzeugmaschinen. Die weniger konjunkturabhängigen Sparten Tabak und Pharma-Verpackungssysteme entwickelten sich stabil positiv. „Wir haben die Wirtschaftskrise schnell und erfolgreich bewältigt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Körber AG, Richard Bauer, bei der Bilanzpressekonferenz in Hamburg.

Die Tabaksparte, die in einem sehr restriktiven Marktumfeld tätig ist, konnte ihren Auftragseingang trotz der widrigen Bedingungen mit 770 (Vorjahr: 793) Mio. € auf einem hohen Niveau halten. Der Umsatz lag bei 798 (Vorjahr: 808) Mio. €. Damit erreichte die Tabaksparte nahezu das sehr hohe Niveau der Vorjahre, die durch eine Sonderkonjunktur geprägt waren.
Die Papiersparte, die im Vorjahr stark unter der Wirtschaftskrise gelitten hatte, steigerte ihren Auftragseingang deutlich auf 426 (Vorjahr: 356) Mio. €. Auch beim Umsatz legte die Sparte zu und verbesserte sich auf 382 (Vorjahr: 362) Mio. €.
Die Werkzeugmaschinensparte konnte sich noch stärker steigern. Der Auftragseingang wurde von 215 Mio. € auf 375 Mio. € erhöht – ein Plus von 75 Prozent. Der Umsatz legte auf 333 (Vorjahr: 291) Mio. € zu.
Die Sparte Pharma-Verpackungssysteme bleibt weiter auf Wachstumskurs. Der Auftragseingang stieg auf 158 (Vorjahr: 125) Mio. €. Der Umsatz wurde auf 146 (Vorjahr: 132) Mio. € erhöht.

Die Körber-Gruppe befinde sich auf dem Weg von einem traditionellen Maschinenbau- zu einem modernen Technologiekonzern, sagte Bauer weiter. Das hohe technologische Know-how innerhalb der Gruppe wird zunehmend zur Erschließung neuer Märkte außerhalb der angestammten Geschäftsfelder eingesetzt. Zudem wurden in allen Sparten im Rahmen der Strategie Wachstumsprojekte definiert, die nun sukzessive umgesetzt werden.

Unverändert setzt Körber aber auch auf Wachstum durch Innovationen in den traditionellen Märkten der Gruppe. „Unser Erfolg geht maßgeblich darauf zurück, dass wir unsere ohnehin führenden Technologiepositionen in allen Sparten weiter ausbauen“, betonte Bauer. Im Geschäftsjahr 2010 brachten die Unternehmen der Körber-Gruppe zahlreiche innovative Maschinen, technologische Lösungen und Serviceleistungen auf den Markt. „Wir haben dabei genau den Zeitpunkt erwischt, als die Wirtschaft wieder anzog. Das zeigt sich bei den Auftragseingängen“, sagte der Körber-Chef. Insgesamt lagen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 94 Mio. €, dies entspricht einer F&E-Quote von 5,6 Prozent.

Nach einem sehr guten 1. Quartal erwartet Körber für das Jahr 2011 weiteres profitables Wachstum. Auftragseingang und Umsatz werden aus heutiger Sicht auf über 1,8 Mrd. € steigen. Die Zahl der Beschäftigten wird sich leicht erhöhen.