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30.08.2013

Körber AG übernimmt Papersystems-Gruppe - Insolvenzverfahren abgewendet

Nach konstruktiven Verhandlungen haben sich alle Beteiligten darauf verständigt, dass die Körber AG vorbehaltlich einer gegebenenfalls erforderlichen Zustimmung der Kartellbehörden die Anteile an der Papersystems Holding sowie deren Unternehmen E.C.H. Will, Kugler-Womako und Pemco von der Investorengruppe um die Orlando Management AG zurücknimmt.

Die intensiv geführten Beratungen während des laufenden Schutzschirmverfahrens haben ergeben, dass dies die einzige Lösung sei, um ein Insolvenzverfahren zu vermeiden. 

Alle operativen Unternehmen der Papersystems-Gruppe hätten eine positive Kernsubstanz, Kugler-Womako und Pemco arbeiteten nachhaltig profitabel, und die Probleme bei E.C.H. Will seien aus Sicht der Körber AG lösbar. „Wir kennen die Unternehmen und die dort arbeitenden Menschen mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten. Wir kennen ebenso die Märkte, in denen die Unternehmen aktiv sind. Wir sind daher überzeugt, dass die Unternehmen – befreit von einem drohenden Insolvenzverfahren – auf die Erfolgsspur zurückkehren und damit auch einen beachtlichen Teil der Arbeitsplätze sichern werden“, so Körber-Vorstandsmitglied Stephan Seifert.

Die Körber AG hatte zum 1. Januar 2012 die nicht zum Kerngeschäft zählenden Unternehmen E.C.H. Will, Kugler-Womako und Pemco an eine von der Orlando Management AG beratene Investorengruppe verkauft. E.C.H. Will war durch eine unvorhersehbare, temporär negative Entwicklung an den Papiermärkten in Schwierigkeiten geraten und es drohte die Gefahr, dass die insgesamt profitabel arbeitende Papersystems-Gruppe durch ihre Verbindung mit E.C.H. Will ebenfalls in die Insolvenz getrieben worden wäre. Der Vorstand der Körber AG hat sich zum Ziel gesetzt, die Papersystems-Gruppe so aufzustellen, dass sie ein interessanter Player im Markt ist.